Bronchipret®: Evidenzbasierte Phytotherapie bei akutem Husten
Bronchipret® ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von akutem Husten im Rahmen einer akuten Bronchitis oder Erkältung. Die Wirksamkeit von Bronchipret® beruht nicht allein auf traditioneller Anwendung, sondern ist auch durch pharmakologische Untersuchungen und klinische Studien belegt. Mehr dazu erfahren Sie in folgendem Beitrag.
Erfahren Sie auf dieser Seite mehr zu folgenden Themen:
- Wie ist die Wirkung von Bronchipret® in Studien belegt?
- Thymian kombiniert mit Efeu/Primel – die leitliniengerechte Hustentherapie
- Welche pharmakologischen Effekte sind wissenschaftlich nachgewiesen?
- Welche Heilpflanzen sind in Bronchipret® enthalten – und was bewirken sie?
Lesedauer: 12 Minuten
Zusammenfassung: evidenzbasierte pflanzliche Therapie bei Husten
Bronchipret® gehört zu den pflanzlichen Arzneimitteln, für die sowohl ein nachvollziehbares pharmakologisches Wirkprinzip als auch hochwertige klinische Studiendaten vorliegen.1-11
Die Kombinationen aus Thymian und Efeu beziehungsweise Thymian und Primel setzen an zentralen Mechanismen der akuten Bronchitis an: Entzündung, Schleimbildung und Hustenreiz.9-11
Klinische Studien zeigen, dass Bronchipret® im Vergleich zu Placebo die Hustenfrequenz und die Gesamtsymptomatik signifikant reduzieren und eine raschere Symptomlinderung ermöglichen kann – bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.1,2 Darüber hinaus entsprechen die Thymian-Efeu- und Thymian-Primel-Kombinationen einer leitliniengerechten Hustentherapie.12,13
Wie ist die Wirkung von Bronchipret® in Studien belegt?
Wie erwähnt gibt es zu Bronchipret® mehrere große wissenschaftliche Studien bei Menschen mit Husten und Bronchitis. Zwei moderne, prospektive, doppelblinde und placebokontrollierte Studien mit jeweils über 350 erwachsenen Patienten und Patientinnen belegen die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit sowohl der Thymian-Efeu- als auch der Thymian-Primel-Kombination bei akuter Bronchitis mit produktivem Husten.1,2 In beiden Goldstandard-Studien war die Verbesserung der typischen Bronchitis-Symptomatik unter der Behandlung mit Bronchipret® signifikant stärker ausgeprägt als unter Placebo.1,2
Randomisierte, placebokontrollierte Studie mit Thymian-Efeu (Kemmerich et al. 2006)
In einer prospektiven, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Multicenter-Studie wurde die Wirksamkeit der Thymian-Efeu-Kombination bei 361 Erwachsenen mit akuter Bronchitis untersucht.1
Eingeschlossen wurden Patienten und Patientinnen mit mindestens zehn Hustenanfällen pro Tag, beginnender Schleimbildung und einem „Bronchitis-Severity-Score“ (BSS) von mindestens 5 Punkten. Die Symptome durften maximal zwei Tage vor Studienbeginn eingesetzt haben.1
Die Teilnehmenden erhielten über einen Zeitraum von elf Tagen entweder Bronchipret® Saft (5,4 ml dreimal täglich) oder einen nicht zu unterscheidenden Placebo-Saft. Die Hustenfrequenz wurde mithilfe eines Zählgeräts dokumentiert. Zusätzlich erfolgte eine ärztliche Bewertung der Symptomatik anhand des BSS.1
Der primäre Endpunkt war die Veränderung der Hustenfrequenz an den Tagen 7 bis 9 im Vergleich zum Ausgangswert. Dabei zeigte sich eine deutlich stärkere Reduktion der Hustenanfälle unter Bronchipret®: Die mittlere Abnahme betrug 69 % gegenüber 48 % unter Placebo. Der Unterschied war hochsignifikant (p < 0,0001).1
Zudem wurde in der Bronchipret®-Gruppe eine Reduktion der Hustenanfälle um 50 % rund zwei Tage früher erreicht als in der Placebogruppe. Auch der Bronchitis-Severity-Score besserte sich schneller. Die Ansprechraten lagen bereits nach vier Tagen bei 83 % unter Bronchipret® gegenüber 54 % unter Placebo und am Studienende bei 96 % gegenüber 75 %.1
Randomisierte, placebokontrollierte Studie mit Thymian-Primel (Kemmerich 2007)
Eine zweite prospektive, randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Multicenter-Studie untersuchte die Wirksamkeit einer Kombination aus Thymian und Primel, also der Bronchipret® TP Filmtabletten, bei 361 Erwachsenen mit akuter Bronchitis.2
Einschlusskriterien und Methodik entsprachen weitgehend der vorhergegangenen Studie. Eingeschlossen wurden Patienten und Patientinnen mit mindestens zehn Hustenanfällen pro Tag, beginnender Schleimbildung und eingeschränkter Fähigkeit, den Schleim abzuhusten. Die Symptome durften maximal zwei Tage vor Studieneinschluss begonnen haben. Zusätzlich musste ein Bronchitis-Severity-Score (BSS) von mindestens 5 Punkten vorliegen.2
Die Teilnehmenden erhielten über einen Zeitraum von elf Tagen entweder die Thymian-Primel-Kombination in Tablettenform (dreimal täglich eine Tablette) oder ein entsprechendes Placebo.2
Der primäre Endpunkt war auch hier die Veränderung der Hustenanfälle von Tag 7 bis Tag 9 im Vergleich zum Ausgangswert. Dabei zeigte sich erneut eine wesentlich stärkere Reduktion der Hustenfrequenz unter der pflanzlichen Kombination: Die mittlere Abnahme betrug 67 % gegenüber 51 % unter Placebo. Auch dieser Unterschied war statistisch hochsignifikant (p < 0,0001).2
Eine Reduktion der Hustenanfälle um 50 % wurde unter den Bronchipret® TP Filmtabletten rund zwei Tage früher erreicht als in der Kontrollgruppe. Darüber hinaus zeigte sich eine schnellere Verbesserung des gesamten Krankheitsbildes, gemessen am Bronchitis-Severity-Score. Die Ansprechraten lagen bereits nach vier Tagen bei 77 % unter der aktiven Behandlung gegenüber 60 % unter Placebo und am Studienende bei 93 % gegenüber 76 %.2
Bronchipret® reduziert die Hustenanfälle nicht nur statistisch signifikant, sondern auch in klinisch relevantem Ausmaß. Das zeigt eine nachfolgende Analyse der Daten, derzufolge Patientinnen und Patienten einen spürbaren Therapieeffekt ab einer Reduktion der Hustenanfälle um 34,5 % wahrnehmen. Unter Bronchipret® wurde dieser Schwellenwert etwa zwei Tage früher erreicht als unter Placebo.3
Gute Verträglichkeit von Bronchipret® auf Placeboniveau
In beiden Studien wurde auch die Verträglichkeit systematisch erfasst. Die Behandlung wurde insgesamt gut vertragen, ohne relevante Unterschiede in der Nebenwirkungsrate zwischen Bronchipret® und Placebo.1,2
Real-World-Daten zur Anwendung von Bronchipret® Tropfen unter Alltagsbedingungen
Zusätzliche Daten zur Anwendung von Bronchipret® Tropfen liefert eine nichtinterventionelle Real-World-Studie unter Alltagsbedingungen.4 In die prospektive, offene, multizentrische Beobachtungsstudie wurden 730 Erwachsene eingeschlossen, die Bronchipret® Tropfen zur Behandlung ihres akuten Hustens anwendeten.
Der Verlauf wurde unter anderem mit dem Bronchitis-Severity-Score (BSS) erfasst. Dieser bewertet die fünf Hauptsymptome einer Bronchitis: Husten, schleimiger Auswurf, Brustschmerzen, Rasselgeräusche in der Brust und Atembeschwerden. Zu Beginn lag der BSS im Mittel bei 8,7 Punkten. Bis zum letzten Behandlungstag, im Mittel an Tag 7, sank er signifikant auf 2,4 Punkte.
Auch patientenberichtete Beschwerden besserten sich im Verlauf der Anwendung. Auf Basis des Leicester Cough Questionnaire für akuten Husten (LCQ acute) wurde eine deutliche Reduktion der Hustenanfälle am Tag sowie der hustenbedingten Schlafstörungen in der Nacht dokumentiert. Zudem nahm die subjektiv empfundene Hustenschwere, erfasst über eine visuelle Analogskala, im Behandlungsverlauf deutlich ab.4
Die Ergebnisse zeigen, dass sich unter der Anwendung von Bronchipret® Tropfen sowohl die Bronchitis-Symptomatik als auch die subjektiv empfundene Hustenschwere im Behandlungsverlauf deutlich verringerten.4
Prädiktoranalyse zeigt: Bronchipret® Tropfen helfen besonders bei starkem Husten
Eine retrospektive Analyse dieser Real-World-Daten untersuchte zusätzlich, welche Patientengruppen besonders stark von der Anwendung profitierten. Dabei zeigte sich: Je ausgeprägter die Hustenbeschwerden zu Therapiebeginn waren, desto deutlicher fiel die Verbesserung aus. Auch eine längere Einnahmedauer war mit einer stärkeren Symptom- und Lebensqualitätsverbesserung verbunden. Demografische Faktoren wie Geschlecht oder Raucherstatus hatten dagegen nur einen geringen Einfluss auf die prognostizierte Verbesserung.5
Die Studie unterstreicht die Relevanz von Real-World-Daten und patientenberichteten Ergebnissen für die Bewertung von Therapien im Versorgungsalltag.
Wirksamkeit von Bronchipret® bei Kindern und Jugendlichen
Eine weitere Studie widmete sich der Wirkung von Bronchipret® bei Kindern. In die prospektive Anwendungsbeobachtung wurden 1.234 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren eingeschlossen. Alle Teilnehmenden litten an akuter Bronchitis mit produktivem Husten.6
Unter der altersentsprechenden Bronchipret®-Dosierung zeigte sich eine deutliche Reduktion der Hustenanfälle im Verlauf der Therapie. In der Altersgruppe der 2- bis 5-Jährigen halbierte sich die Anzahl der Hustenattacken bereits bis zum dritten Behandlungstag. Auch der Bronchitis-Severity-Score verbesserte sich signifikant im Verlauf der Behandlung. Die Ansprechraten lagen je nach Altersgruppe zwischen 92 % und 96 %.6
Auch von den Kindern und Jugendlichen wurde die Behandlung mit Bronchipret® insgesamt sehr gut vertragen. Unerwünschte Wirkungen traten nur in Einzelfällen und in milder Ausprägung auf.6
Vergleich von Bronchipret® mit chemischen Hustenmitteln
In einer weiteren multizentrische matched pair Kohortenstudie zeigte sich, dass Bronchipret® eine bessere klinische Wirksamkeit und ein günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis im Vergleich zu den chemisch definierten Mukopharmaka Ambroxol und N-Acetylcystein (NAC) aufweist. Dies zeigte sich in verschiedenen Parametern wie Hustenhäufigkeit, Hustenqualität, Auswurfmenge und -viskosität sowie im globalen Patientenurteil.7
Verordnungsdaten: geringere Antibiotikaverschreibung unter Phytopharmaka
Eine 2020 publizierte Verordnungsanalyse mit über 234.000 Datensätzen untersuchte zudem den Zusammenhang zwischen der initialen Behandlung akuter Atemwegsinfektionen mit Phytopharmaka und der weiteren Antibiotikaverschreibung im Laufe der Erkrankung. Für die Thymian-Efeu- und Thymian-Primel-Kombination zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe, die initial weder Phytopharmakon noch Antibiotikum eingenommen hatte, eine signifikant geringere Antibiotikaverschreibung. Die Reduktion lag bei Kindern und Jugendlichen bei bis zu 34 %, bei Erwachsenen bei bis zu 25 %. Diese Real-World-Daten ergänzen damit die Ergebnisse der placebokontrollierten Studien und zeigen, dass eine initiale Behandlung mit Phytopharmaka wie den Thymian-Efeu- und Thymian-Primel-Kombinationen mit einer signifikant geringeren Antibiotikaverschreibung im weiteren Krankheitsverlauf assoziiert ist und somit zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes beitragen kann.8
Thymian kombiniert mit Efeu/Primel – die leitliniengerechte Hustentherapie
Die Wirksamkeit von Bronchipret® wurde in doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Studien nachgewiesen. Auch Leitlinien zur Therapie des akuten Hustens greifen die Evidenz zu pflanzlichen Arzneimitteln auf.
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) spricht für den akuten und subakuten Husten eine Sollte-Empfehlung für pflanzliche und synthetische Arzneimittel mit Evidenzbasis für deren Wirksamkeit aus (starker Konsens). Zu diesen empfohlenen Therapien gehören die Kombinationen aus Thymian und Efeu bzw. aus Thymian und Primel. Die Pflanzenkombination in Bronchipret® ist somit eine leitliniengerechte Therapie bei Erwachsenen mit akutem Husten.12
Auch die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) attestiert der Thymian-Efeu- wie auch der Thymian-Primel-Kombination positive Studienergebnisse. Dabei heißt es unter anderem speziell zu Bronchipret®: „Ein RCT (n = 360, Efeu/Thymian-Kombination mit Placebo-Kontrolle) zeigte eine statistisch signifikante Überlegenheit bei der Reduktion von Häufigkeit und Dauer des Hustens.“ Darüber hinaus wird die Evidenz für Efeu/Primel/Thymian-Präparate hinsichtlich Frequenz und Schwere von Hustensymptomen als stark mit einem signifikanten Unterschied gegenüber Placebo bewertet.13
Welche pharmakologischen Effekte sind wissenschaftlich nachgewiesen?
Pharmakologische Untersuchungen bestätigen, dass Bronchipret® relevante pathophysiologische Mechanismen der akuten Bronchitis beeinflusst. In einer 2015 publizierten experimentellen Studie wurde der Effekt der Pflanzenkombination aus Thymian und Efeu auf entzündliche Prozesse in den Bronchien untersucht.9
In dieser präklinischen Studie wurde eine signifikante Reduktion proinflammatorischer Botenstoffe sowie eine Abnahme der entzündlichen Zellinfiltration durch Leukozyten in den Atemwegen beobachtet. Die Pflanzenkombination hemmt demzufolge die überschießende Entzündungsreaktion in den Bronchien, was zu einem Rückgang der Hustenanfälle beitragen kann. Die Untersuchung zeigt laut den Autoren, dass Bronchipret® entzündliche Prozesse in den Bronchien signifikant beeinflussen kann.9
Eine signifikant verringerte Zunahme der Becherzellzahl konnte im Bronchoalveolitismodell bereits für die einfache humane Äquivalenzdosis der Thymian-Efeu-Kombination nachgewiesen werden. Becherzellen sind an der Bildung von Bronchialschleim beteiligt; nimmt ihre Zahl im Rahmen einer Entzündung zu, kann vermehrt zäher Schleim entstehen. In dem Modell führte die unbehandelte Entzündung nach 72 Stunden zu einer Zunahme der Becherzellzahl um 127 %. Unter Anwendung der Thymian-Efeu-Kombination fiel diese Zunahme signifikant geringer aus und lag nach dieser Zeit bei 69 %.9
Weitere Untersuchungen im beschriebenen Modell zeigten zudem, dass dieser Effekt mit einer geringeren Produktion zähen Schleims verbunden ist: Bei der einfachen humanen Äquivalenzdosis wurde die Expression von MUC5AC, einem Mucin, das wesentlich zur Zähigkeit des Bronchialsekrets beiträgt, nach 48 Stunden signifikant reduziert.10 Auch für die Thymian-Primel-Kombination konnte im Bronchoalveolitismodell sowohl eine verringerte Zunahme der Becherzellanzahl als auch eine Reduktion der MUC5AC-Expression gezeigt werden.
Direkter Einfluss auf den Hustenreiz
Entzündliche Prozesse in den Atemwegen führen zu einer Sensibilisierung peripherer Hustenrezeptoren. Dazu gehören chemosensitive Hustenrezeptoren in der Bronchialschleimhaut, die entzündliche Botenstoffe verstärkt wahrnehmen und so leichter Husten auslösen. Eine weitere experimentelle Untersuchung zeigt, dass die Kombination aus Thymian und Efeu auch direkt auf diesen Hustenreflex einwirken kann. Die Häufigkeit der Hustenanfälle nahm nach Anwendung von Bronchipret® dosisabhängig ab.11
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bronchipret® den Husten nicht nur indirekt über eine Sekretnormalisierung lindert, sondern auch direkt die Empfindlichkeit der Hustenrezeptoren reduziert.11 Zusammen mit den sekretnormalisierenden und entzündungshemmenden Effekten ergibt sich daraus ein umfassender Einfluss auf die zentralen Mechanismen der Hustenentstehung.
Welche Heilpflanzen sind in Bronchipret® enthalten – und was bewirken sie?
Bronchipret® (in Saft- und Tropfenform) enthält eine Kombination aus Thymian und Efeu. Beide Heilpflanzen sind pharmakologisch gut untersucht und ergänzen sich in ihren Wirkmechanismen. Die vorliegenden Daten zeigen, dass die Kombination auf mehrere zentrale Prozesse der akuten Bronchitis einwirkt. Im Gegensatz zu Präparaten, die ausschließlich den Schleim lösen, setzt Bronchipret® damit an mehreren Mechanismen des Hustens an.
Neben der Kombination aus Thymian und Efeu umfasst die Bronchipret®-Produktlinie auch eine Kombination aus Thymian und Primel (Bronchipret® TP Filmtabletten). Auch diese beiden Pflanzen ergänzen sich in ihrer Wirkung und tragen dazu bei, die typischen Beschwerden einer akuten Bronchitis gezielt zu reduzieren.
Thymian: entzündungshemmend, sekretlösend und antimikrobiell
Thymian zählt zu den klassischen Heilpflanzen bei Atemwegserkrankungen und wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von Husten eingesetzt. Die enthaltenen ätherischen Öle, insbesondere Thymol und Carvacrol, zeigen antimikrobielle Effekte und besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Gleichzeitig fördern sie die Sekretlösung in den Atemwegen und unterstützen die mukoziliäre Clearance, also den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien. Dadurch kann zäher Schleim effektiver abtransportiert werden.14
Efeublätter: sekretlösend und bronchodilatatorisch
Efeublätter enthalten sogenannte Saponine, die maßgeblich zur pharmakologischen Wirkung bei Husten beitragen. Sie fördern die Verflüssigung von Bronchialsekret und erleichtern dessen Abhusten. Darüber hinaus zeigen sie bronchodilatatorische Effekte. Diese Wirkung wird unter anderem mit dem Saponin α-Hederin in Verbindung gebracht, das indirekt die β2-adrenerge Wirkung verstärken kann.15
Primelwurzel: Unterstützung der Schleimlösung und des Abhustens
Die Primelwurzel enthält Saponine, die eine sekretlösende Wirkung in den Atemwegen entfalten. Sie fördern die Verflüssigung von zähem Bronchialschleim und erleichtern so dessen Abtransport. Dadurch wird der natürliche Reinigungsmechanismus der Bronchien (mukoziliäre Clearance) unterstützt. Darüber hinaus tragen die Inhaltsstoffe der Primel dazu bei, die überschießende Schleimproduktion zu regulieren.16
Damit können die Inhaltsstoffe der Primelwurzel auf mehreren Wegen die typischen Beschwerden einer akuten Bronchitis lindern. In Kombination mit Thymian ergänzt die Primel dessen Wirkung und unterstützt so die Behandlung von akutem Husten.16

Quellen
1. Kemmerich B. et al. Efficacy and Tolerability of a Fluid Extract Combination of Thyme Herb and Ivy Leaves and Matched Placebo in Adults Suffering from Acute Bronchitis with Productive Cough. Arzneim.-Forsch./Drug Res. 56, No. 9, 652–660 (2006).
2. Kemmerich B. Evaluation of Efficacy and Tolerability of a Fixed Combination of Dry Extracts of Thyme Herb and Primrose Root in Adults Suffering from Acute Bronchitis with Productive Cough. Arzneim.-Forsch./Drug Res. 57, No. 9, 607–615 (2007).
3. McGarvey L. et al. 9th Cough Symposium (2016).
4. Kardos P. Effectiveness and tolerability of the thyme/ivy herbal fluid extract BNO 1200 for the treatment of acute cough: an observational pharmacy-based study. Current Medical Research and Opinion, DOI: 10.1080/03007995.2021.1960493 (2021).
5. Drewitz K. P., Bittner C. B., Piontek K., Plach M., Abels C., Apfelbacher C. J. Predictors for change in cough-related quality of life and symptom severity in acute cough: results of an observational pharmacy-based study. Journal of Thoracic Disease, 17(7), 4600–4609. DOI: 10.21037/jtd-2024-1972 (2025).
6. Marzian O. Behandlung der akuten Bronchitis bei Kindern und Jugendlichen. Anwendungsbeobachtung bestätigt Nutzen und Unbedenklichkeit einer Flüssigextrakt-Kombination aus Thymiankraut und Efeublättern. MMW-Fortschr. Med. Originalien II/2007, 149, 69–74.
7. Ismail C. Bronchipret bei akuter Bronchitis. Eine Kohortenstudie mit Bronchipret versus chemisch definierte Mukopharmaka. Schweiz. Zeitschr. GanzheitsMedizin 15(4), 171–175 (2003).
8. Martin D., Konrad M., Adarkwah C. C., Kostev K. Reduced antibiotic use after initial treatment of acute respiratory infections with phytopharmaceuticals – a retrospective cohort study. Postgraduate Medicine. 2020;132(5):412–418. doi: 10.1080/00325481.2020.1751497.
9. Seibel J. Bronchipret® syrup containing thyme and ivy extracts suppresses bronchoalveolar inflammation and gobletcell hyperplasia in experimental bronchoalveolitis. Phytomedicine; 22 (13): 1172–1177 (2015).
10. Seibel J. The Bronchipret® Syrup Story: Building up Evidence from Bedside to Bench. 66th Annual Meeting of the Society of Medicinal Plants and Natural Product Research, Shanghai (2018).
11. Seibel J. et al. Bronchipret® is a potent inhibitor of citric acid-induced cough in guinea pigs and exerts beneficial effects on dysregulated goblet cell number and ciliary beat frequency. 8th International Symposium on Cough – National Heart and Lung Institute, London (2014).
12. DGP S2k-Leitlinie Husten, AWMF-Register-Nr.: 020-003, S. 15 und 21.
13. DEGAM S3-Leitlinie Husten, AWMF-Register-Nr.: 053-013, S. 35 und 38. (Gültig bis 31.12.2025, z. Z in Überarbeitung)
14. ESCOP Monographs (2nd ed.). (2003). Thymi herba (Thyme). European Scientific Cooperative on Phytotherapy.
15. Holzinger F., Chenot J.F. (2011). Systematic review of clinical trials assessing the effectiveness of ivy leaf (Hedera helix) for acute upper respiratory tract infections. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2011, Article ID 382789.
16. ESCOP Monographs (2nd ed.). (2003). Primulae radix (Primrose root). European Scientific Cooperative on Phytotherapy.




