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Chronische Bronchitis - Was hat das zu bedeuten?

Leiden Sie seit Längerem unter ständigem Husten mit Auswurf? Möglicherweise steckt hinter den Beschwerden eine chronische Bronchitis. Bei dieser vergleichsweisen häufigen Erkrankung kommt es zu einer chronischen Entzündung der Atemwege, vor allem in den Bronchien. Durch die Beschwerden kann die Lebensqualität stark eingeschränkt sein. Im Folgenden erklären wir Ihnen wie es zu der Erkrankung kommt, welche typischen Symptome dabei auftreten und welche unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

Ursachen und Symptome einer chronischen Bronchitis

Wie erkennt man eine chronische Bronchitis?

Typischerweise leiden Betroffene unter einem hartnäckigen Husten mit schleimigem Auswurf. Im Unterschied zur gerade in der Erkältungssaison weit verbreiteten akuten Bronchitis, besteht der Husten bei dieser Erkrankung aber deutlich länger und hat eine andere Ursache. 

Definitionsgemäß sprechen Mediziner von einer chronischen Bronchitis, wenn der produktive Husten über mindestens drei Monate in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren an den meisten Tagen auftritt. 

Was sind typische Symptome einer chronischen Bronchitis?

Das Leitsymptom, also das vorrangigste Krankheitszeichen bei Betroffenen, ist der produktive Husten. Produktiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass durch die Entzündung in den Atemwegen ein schleimiges Sekret produziert wird, das dann abgehustet und als schleimiger Auswurf beim Husten mit nach draußen transportiert wird.

Typischerweise ist der Husten morgens besonders schlimm. Das liegt daran, dass sich über Nacht mehr von dem zähflüssigen Schleim in den Bronchien ansammelt und dann morgens nach und nach abgehustet wird. 

Der Auswurf ist farblos bis weißlich. Auch eine leicht gräuliche Farbe kann vorkommen. Wenn der Schleim eine gelb-grünliche Farbe annimmt, spricht das dafür, dass sich zusätzlich zur chronischen Entzündung eine akute Infektion, beispielsweise mit typischen Erkältungserregern, entwickelt hat.

Unterschiedliche Krankheitsphasen

Je nach Art und Ausprägung der Symptome, wird die chronische Bronchitis unterschiedlich eingeteilt. Im frühen Stadium ist die Entzündung in den Bronchien noch nicht so weit fortgeschritten. Betroffene leiden unter produktivem Husten, haben sonst aber meist keine weiteren Beschwerden. 

In den schwereren Fällen, wenn es zusätzlich zu Verengungen in den Atemwegen kommt, entwickelt sich bei Betroffenen durch die Veränderungen eine zunehmende Atemnot. Diese tritt zunächst nur bei Belastung auf, später besteht die Atemnot meist auch in Ruhe. Bestehen diese Umstände länger, ist die Lunge meist bereits irreversibel geschädigt und es kommt zu unterschiedlichen Komplikationen am Herzen und im Lungengewebe selbst.

Wie unterscheidet sich eine akute von einer chronischen Bronchitis?

Der Hauptunterschied zwischen beiden Erkrankungen liegt in der Ursache und Dauer der Entzündung:

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um eine vorübergehende Entzündung, die durch eine Infektion ausgelöst wird – wie bei einer Erkältung. Die chronische Bronchitis ist hingegen eine langfristige Erkrankung, die durch die ständige Reizung und Entzündung der Bronchialschleimhaut gekennzeichnet ist und in den meisten Fällen durch eine langjährige Schadstoffbelastung verursacht wird.

Ihre Beschwerden treffen eher auf eine akute Bronchitis zu? Hier erfahren Sie mehr zu Behandlung einer akuten Bronchitis: Bronchitis Behandlung

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Verlauf und Behandlung einer chronischen Bronchitis

Was kann man gegen eine chronische Bronchitis tun?

Die wichtigste Maßnahme bei dieser Erkrankung ist immer die Vermeidung der auslösenden Ursache. In den meisten Fällen ist Tabakrauch der Auslöser für die Entzündung in den Bronchien. Betroffene sollten daher unbedingt eine absolute Nikotinkarenz einhalten und schnellstmöglich mit dem Rauchen aufhören – auch Passivrauchen sollte vermieden werden. 

Bei anderen Auslösern kann ggf. ein Berufswechsel notwendig sein, wenn beispielsweise Stoffe aus der beruflichen Umgebung ursächlich für die Entzündung sind. Manche Betroffene sollten auch einen Wohnortwechsel in Betracht ziehen, wenn die Belastung auf die Umgebung zurückzuführen ist.

  • Medikamente erleichtern das Abhusten

Neben diesen Basismaßnahmen stehen Betroffenen zusätzlich unterschiedliche medikamentöse Therapien zur Verfügung. Im Vordergrund der Behandlung steht dabei die Verflüssigung des zähen Schleims und damit das erleichterte Abhusten. Entsprechende Medikamente nennt man Sekretolytika bzw. Mukolytika. Diese werden inzwischen jedoch nur noch eingeschränkt und nicht mehr routinemäßig empfohlen, da der Nutzen dieser Medikamente als begrenzt gilt. Effektiver sind beispielsweise eine spezielle Atemtherapie und Inhalationen.

  • Atemtherapie und viel Bewegung unterstützen die Lungenfunktion

Durch die Erkrankung wird das Lungengewebe nach und nach geschwächt und bei schweren Verläufen irreversibel geschädigt. Dadurch wird die Funktion der Lunge zunehmend eingeschränkt. Um den Prozess zu verlangsamen und die noch funktionierenden Lungenanteile zu stärken, hilft eine sogenannte Atemtherapie. Ähnlich wie bei einer Physiotherapie werden hier durch speziell geschulte Therapeuten bestimmte Atemtechniken und Hustenmanöver erlernt, mit denen der Schleim besser abgehustet und die Atmung erleichtert werden kann.

  • Infektionen vorbeugen – Impfen!

Da Betroffene durch die ständige Schleimansammlung und das geschwächte Lungengewebe anfälliger für Infektionen sind, sollte das individuelle Infektionsrisiko bestmöglich gesenkt werden. Zudem bedeutet jede Infektion eine zusätzliche Belastung für die ohnehin bereits geschwächte Lunge. 

Betroffene mit chronischer Bronchitis sollten daher stets darauf achten, dass ihre hier relevanten Impfungen (Influenza, Pneumokokken etc.) auf dem aktuellen Stand sind und diese gegebenenfalls rechtzeitig auffrischen lassen. Je nach Ausprägung kann es zudem ratsam sein, große Menschenmengen in geschlossenen Räumen – insbesondere während der Erkältungssaison – und andere Situationen mit einer erhöhten Ansteckungsgefahr zu meiden.

Welche Medikamente helfen bei chronischer Bronchitis?

Die Behandlung mit Medikamenten zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und akute Verschlechterungen, sogenannte Exazerbationen, zu verhindern. Dafür stehen verschiedene Wirkstoffe zur Auswahl:

  • Schleimlöser (Mukolytika): Sie können etwas dabei helfen, den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern.
  • Bronchodilatatoren (sog. Beta-2-Sympathomimetika): Diese Medikamente, oft als Inhalatoren verabreicht, erweitern die Atemwege und erleichtern so das Atmen. Sie werden eingesetzt, wenn im Rahmen der chronischen Bronchitis bereits eine sogenannte Obstruktion, also eine Verengung der Atemwege, vorliegt.
  • Glukokortikoide (Kortison): Bei schweren Verläufen oder häufigen akuten Schüben können inhalative Kortikosteroide verabreicht werden.
  • Antibiotika: Sie werden eingesetzt, wenn sich im Rahmen der chronischen Bronchitis eine akute bakterielle Infektion entwickelt, um diese frühzeitig einzudämmen und schwere Komplikationen zu vermeiden.

Ist eine chronische Bronchitis heilbar?

Die Entzündung der Bronchialschleimhaut ohne obstruktive Komponente ist in der Frühphase durch einen konsequenten Rauchstopp teilweise reversibel, sprich die Symptome können in der frühen Anfangsphase durch eine konsequente Behandlung in manchen Fällen wieder vollständig verschwinden.

Liegt allerdings bereits eine chronisch-obstruktive Bronchitis vor, sind die Schäden an der Lunge meist irreversibel. Eine Heilung ist dann nicht mehr möglich. Das Ziel der Behandlung ist es in diesem Fall, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten. Daher sind eine frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie von entscheidender Bedeutung.

Chronische Bronchitis – die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick

Bildnachweis

Adobe Stock: Clement Coetzee/peopleimages.com

Die Seite enthält u.a. KI-generierte Bilder

Autor/-in unseres Artikels
Dr. med. Chiara Grabmann, Medizinjournalistin
Dr. med. Chiara Grabmann
Medizinjournalistin
Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin
Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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