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Symptome einer akuten Bronchitis

Hustenanfälle, festsitzender Schleim, Schmerzen in der Brust, Abgeschlagenheit und manchmal Fieber. Das sind typische Anzeichen einer Bronchitis, die auf eine Entzündung der Atemwegsschleimhaut zurückzuführen sind.

Je nach Ursache und Dauer unterscheiden Ärzte hierbei zwischen einer akuten Bronchitis und einer chronischen Bronchitis – zwei Erkrankungen, die auch unterschiedlicher Behandlung bedürfen.

Wie macht sich eine akute Bronchitis bemerkbar? – Symptome in der jeweiligen Krankheitsphase

  • Phase 1 – trockener Husten (Dauer: 2 bis 3 Tage)

Die Entzündung in den Atemwegen reizt die Hustenrezeptoren der Bronchien, des Kehlkopfes sowie des unteren Rachens. Das führt zu einem unangenehmen, kratzigen, trockenen Reizhusten. Dieser geht oftmals mit Schmerzen hinter dem Brustbein einher und tritt vermehrt nachts sowie morgens nach dem Aufstehen auf. Ein Hustenstoß in dieser Phase bringt keine Erleichterung, im Gegenteil: Durch häufiges Husten scheint alles nur noch schlimmer zu werden.

Bei den Hustenrezeptoren handelt es sich übrigens um eine Art kleine Fühler, die bei einer Reizung dafür sorgen, dass unser Gehirn den Hustenreflex auslöst.

  • Phase 2 – produktiver Husten (Dauer: bis zu 2 Wochen)

Es kommt zur vermehrten Produktion von zähem, festsitzenden Schleim in den Bronchien. Dadurch werden wiederum die Hustenrezeptoren gereizt und es kommt zu Husten mit gelbem oder grünem Schleim. Bei einer akuten Bronchitis kann es neben den normalen Atemgeräuschen u.a. auch zu sogenannten Rasselgeräuschen kommen. Diese entstehen durch den Schleim, der in den Bronchien in Bewegung gerät, wenn die Luft beim Ein- und Ausatmen daran vorbei streicht. Ein Unterschied zu Phase 1: Viele Betroffene empfinden das Abhusten in dieser Phase als befreienden Akt. Der Schleim muss raus!

  • Phase 3 – trockener Husten (Dauer: bis zu 8 Wochen)

Die übermäßige Produktion des zähen Schleims geht zurück, der Husten wird zunehmend trockener, das Krankheitsgefühl lässt nach. Die Hustenrezeptoren sind in dieser Phase jedoch noch besonders empfindlich. Daher braucht es nicht viel, um einen erneuten Hustenanfall auszulösen.

Begleitende Symptome einer akuten Bronchitis

  • Schnupfen, Halsschmerzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber
  • eitriger (gelb-grünlicher) Auswurf
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl

Hintergründe einer längeren Krankheitsdauer

Eine akute Bronchitis kann sich durchaus über einige Wochen hinziehen. Die lange Dauer dieser Erkrankung kann verschiedene Hintergründe haben:

  • Die Entzündung der Bronchien ist noch nicht komplett abgeklungen und verursacht immer noch Hustenanfälle.
  • Die Verletzungen an Gewebe und Schleimhaut, welche durch die Infektion als auch durch das Husten selbst hervorgerufen werden, sind noch nicht vollständig geheilt.
  • Bronchialsystem und Hustenrezeptoren reagieren aufgrund einer durchgängigen Stimulation überempfindlich.

Wenn der festsitzende Schleim zum Problem wird

Zudem kann sich stark festsitzender, zäher Schleim  zu einem Problem entwickeln, wenn dieser sich nicht einfach abhusten lässt. Dann setzt sich auch der quälende Husten fest. Er kostet Kraft, stört den erholsamen Nachtschlaf und trägt so über die virale Infektion hinaus zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit bei. Die belastenden Beschwerden gehen quasi in die Verlängerung.

Tipp: Mit geeigneten Hausmitteln und pflanzlichen Therapeutika können Sie zur Lockerung des Schleims beitragen und somit den Reinigungseffekt des produktiven Hustens sinnvoll unterstützen.

Allerdings kann sich die Hustenneigung auch noch fortsetzen, wenn der Schleim bereits weitgehend hinaus befördert worden ist. Diese Überempfindlichkeit der unteren Atemwege kann noch wochenlang anhalten und Grund für einen fortbestehenden Reizhusten ohne Auswurf sein. Kalte oder sehr trockene Luft, Abgase und Zigarettenrauch zählen in diesem Fall zu den typischen Hustenauslösern. Als oberstes Gebot gilt deshalb auch: nicht rauchen!

Schmerzen bei Bronchitis: Ist das bedrohlich?

Nein, die bei einer akuten Bronchitis häufig auftretenden Brustschmerzen sind zwar mitunter sehr unangenehm, aber nur in wirklich seltenen Fällen Anzeichen einer bedrohlichen Ursache (z.B. Lungenembolie).

Gründe für Schmerzen bei Bronchitis

Die Schwellung der entzündeten Bronchialschleimhaut verengt die Bronchien. Wenn dann beim Hustenstoß die Luft explosionsartig durch sie hindurch gepresst wird, führt das zu Schmerzen. Diese strahlen in die Brust aus und werden dabei oft hinter dem Brustbein lokalisiert. 

Häufig ist der Brustschmerz auch ein Lebenszeichen der Zwischenrippenmuskulatur, die nur selten trainiert, bei einer akuten Bronchitis aber ordentlich beansprucht wird. Es handelt sich also um einen Muskelkater, der spätestens nach Abklingen des Hustens von selbst wieder verschwindet. 

Treten jedoch Bauchschmerzen auf, kann das – vor allem bei Kindern – ein Anzeichen für eine Lungenentzündung sein.

Vorsicht bei Atemnot

Die akute Bronchitis kann auch die Atemfunktion beeinträchtigen und eine plötzliche Verschlechterung der vorbestehenden Symptome bewirken. Das ist insbesondere im hohen Alter, bei starkem Nikotinkonsum und vor allem bei chronischen Vorerkrankungen (z.B. an Herz oder Lunge) der Fall. Normalerweise klingt eine akute Bronchitis allerdings von selbst ab, ohne dass gravierende Folgen bzw. Komplikationen zu befürchten sind.

Bei Kleinkindern und vor allem bei Säuglingen besteht zudem die Gefahr, dass sich die Bronchiolen (feinste Verästelungen des Bronchialsystems) entzünden und infolgedessen verschließen. Dadurch wird der Gasaustausch in den betroffenen Lungenbläschen unterbunden. Außerdem besteht nach der Abheilung die Gefahr einer Narbenbildung. Diese beeinträchtigt die Atmung zusätzlich und ist ein Risikofaktor für spätere Komplikationen. 

Deshalb gilt: In allen Fällen von Husten mit Atemnot ist ein rascher Arztbesuch dringend angeraten – erst recht bei Kindern! So kann nicht nur rechtzeitig eine adäquate Behandlung gewährleistet, sondern vor allem auch ein chronischer Verlauf verhindert werden.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

BIONORICA SE | 92308 Neumarkt    
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH | 92308 Neumarkt
Stand: 01|16

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